Der graue Engel
Ihre letzten elf Lebensjahre verbrachte Marlene Dietrich ziemlich isoliert in ihrer Pariser Wohnung im Bett. Ihr Nachlass wurde 1993 an die Stadt Berlin überführt. Dies regte den Autoren Moritz Rinke zu seinem erfolgreichen Theaterdebut an.
3. Preis des Hannoverschen PRINZ THEATER AWARD 2011
mit Sibylle Brunner und Dennis Junge.
„Das Alter macht auch vor Diven, Stars und Engeln nicht halt. Marlene Dietrich war das alles auf einmal, Diva, Star, Engel - und irgendwann auch alt....Doch was ist ein Star ohne Publikum, was bleibt von einer Schauspielerin ohne Auftritt?.... Doch dass sie Mitleid erregt, dass der sehnsuchtsvolle Blick in die Vergangenheit, das Wissen um die eigene Vergänglichkeit nicht lächerlich und nicht klischeehaft wirken, ist der wundervollen Sibylle Brunner zu verdanken. 14 Jahre, nachdem sie in Hannover schon einmal in die Rolle geschlüpft war, spielt sie den gefallenen Engel mit viel Wärme, aber auch mit Sinn für die Komik hinter der Tragik. Brunner zeigt sowohl die harte, kalte Seite der entrückten Diva als auch die Verletzlichkeit eines alten Menschen. Diese Aufführung berührt...“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung 16.08.2010)
„Die perfekte Strumpfbandtechnik wars. Josef von Sternberg, John Wayne und Jean Gabin: all ihre Liebhaber trug sie in ihre Strumpfbänder eingenäht, die verflossenen außen; die neuen am Innenschenkel. So kam sie nie durcheinander, die große „Berliner, Schauspielerin, Weltverführerin' Marlene Dietrich". In Moritz Rinkes Stück "Der graue Engel", das im Theater in der List Premiere feierte, ist sie nicht mal mehr ein Schatten ihrer selbst. "Engel haben keinen Muskelschwund!", sagt sie bitter... Eine Paraderolle für eine großartige Schauspielerin wie Sibylle Brunner, die lange Jahre am Staatstheater Hannover spielte. Sie hadert, sie hustet, sie grollt, sie plaudert, sie kokettiert, zieht unglaubliche Gesichter und lässt Marlene das Letzte aus sich herausholen, um einen der berühmten Songs anklingen zu lassen, die „fesche Lola", die „Lilly Marleen"...Es bleibt bei einer von Brunners Kunst her beeindruckenden Bebilderung, bei der Dennis Junge als Butler immerhin passabel Klavier spielt. “ (Neue Presse 16.8.2010)
25.| 27.| 28. April 2012, 20 Uhr
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